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2026-10-30

Kopfsache: Dein Kissen und du

Von Marietta

Kopfsache: Dein Kissen und du

Schon mal darüber nachgedacht, wie alt dein Kopfkissen eigentlich ist? Nein? Keine Sorge, ich musste auch erst nachrechnen. Wir suchen wochenlang nach der perfekten Matratze, lesen Testberichte und liegen in Showrooms Probe. Und dann legen wir unseren Kopf auf das Kissen, das wir vor Jahren mal irgendwo mitgenommen haben, weil es gerade im Angebot war.

Dabei trägt das Kissen jede Nacht eine ziemlich wichtige Last: deinen Kopf, rund fünf Kilogramm schwer, und deinen Nacken gleich mit.

Welches Kissen passt zu mir?

Die wichtigste Frage ist nicht, wie weich oder wie teuer ein Kissen ist, sondern wie du schläfst. Denn das Kissen hat genau eine Aufgabe: Kopf und Wirbelsäule sollen in einer Linie liegen.

Seitenschläfer brauchen am meisten Höhe, denn zwischen Matratze und Kopf liegt die ganze Schulterbreite. Ist das Kissen zu flach, hängt der Kopf nach unten, und der Nacken meldet sich am Morgen mit Beschwerden.

Rückenschläfer brauchen weniger Höhe, dafür eine gute Stütze unter dem Nacken. Ist das Kissen zu hoch, kippt der Kopf nach vorne, und man wacht mit Doppelkinn-Gefühl auf.

Bauchschläfer kommen mit einem sehr flachen Kissen aus. Manche schlafen sogar am besten ganz ohne, der Nacken ist in dieser Position ohnehin schon genug verdreht.

Ist mein Kissen noch zu retten?

Ein kleiner Test für zu Hause: Falte dein Kissen in der Mitte und lass es los. Springt es zurück in seine Form, ist alles gut. Bleibt es einfach gefaltet liegen wie ein beleidigter Teenager, ist es Zeit für einen Abschied.

Weitere Warnsignale: Du knautschst und faltest jede Nacht so lange an deinem Kissen herum, bis es irgendwie passt. Oder du wachst morgens auf, und dein Nacken fühlt sich an, als hättest du die Nacht in einem Flugzeugsitz verbracht. Klasse.

Daune, Kammer, Kern

Bei Daunenkissen gibt es übrigens eine schöne Lösung: das Kammerkissen. Bei unserem Pillow Cloud, dem Drei-Kammer-Kissen «Wolke» von Falkenreck, sitzt in der Mitte ein stabiler Daunenkern, aussen liegen weiche Kammern. Der Kern stützt, die Aussenseiten schmiegen sich an. So bekommt der Nacken Halt und das Gesicht trotzdem etwas zum Reinkuscheln.

Fazit

Ein gutes Kissen ist die Verlängerung deiner Matratze nach oben. Nimm dir für die Wahl genauso viel Zeit wie für dein Bett, und lass dich nicht vom Preisschild überzeugen, sondern von deinem Nacken.

Der lügt nämlich nie, im Gegensatz zu manchem Testbericht.

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