2026-08-14
Schlafen: die Kunst der richtigen Position

Die meisten Menschen wechseln nachts zwischen mehreren Positionen, aber eine überwiegt. Und die entscheidet mit darüber, wie Sie morgens aufwachen, denn die Position bestimmt, wo Ihr Gewicht liegt und wie gerade Ihre Wirbelsäule dabei bleibt.
Auf dem Rücken liegt das Gewicht am gleichmässigsten verteilt. Die Wirbelsäule kann ihre natürliche Form behalten, Schultern und Hüfte drücken nirgends. Wichtig ist ein flaches Kissen: ein zu hohes drückt das Kinn Richtung Brust und macht aus der besten Position die unbequemste. Wer zusätzlich ein kleines Kissen unter die Knie legt, nimmt Spannung aus dem unteren Rücken.
Auf der Seite schläft die Mehrheit. Hier braucht die Matratze Nachgiebigkeit an Schulter und Hüfte, sonst knickt die Wirbelsäule seitlich ab. Ein Kissen zwischen den Knien hält Becken und Beine in einer Linie. Die Fötusstellung auf der linken Seite gilt als besonders entlastend, unter anderem in der Schwangerschaft und bei Beschwerden im Unterleib.
Auf dem Bauch ist die schwierigste Position. Der Kopf muss die ganze Nacht zur Seite gedreht bleiben, und das Becken sinkt leicht ein, was den unteren Rücken ins Hohlkreuz zieht. Wenn Sie so nicht anders einschlafen können, hilft eine festere Matratze und ein sehr flaches oder gar kein Kissen. Ein Kissen unter dem Becken nimmt zusätzlich Druck aus dem Rücken.
Sich das Schlafen auf dem Rücken anzugewöhnen dauert Wochen, nicht Tage. Was funktioniert: konsequent auf dem Rücken einschlafen, auch wenn Sie nachts wieder wechseln. Kissen links und rechts neben sich legen, damit das Drehen mehr Aufwand ist. Und die Knie leicht anwinkeln, das macht die Rückenlage sofort angenehmer. Wachen Sie weiter auf der Seite auf, ist das kein Scheitern, der Körper sucht sich, was ihm gerade guttut.
Eines lässt sich mit Technik allein nicht lösen: Wenn die Matratze nicht zur Position passt, hilft keine Umgewöhnung. Seitenschläfer auf einer zu festen Matratze wachen mit schmerzender Schulter auf, Bauchschläfer auf einer zu weichen mit Kreuzschmerzen. Deshalb fragen wir im Showroom zuerst, wie Sie liegen, und zeigen erst danach Betten.
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