2026-08-14
Von Muskelzicken und Schlafdramen: wenn der Körper nachts Faxen macht

Es gibt wenige Arten, unsanfter geweckt zu werden als von einem Wadenkrampf um drei Uhr nachts. Der Muskel zieht sich zusammen und lässt nicht mehr los, und man steht plötzlich hellwach im dunklen Schlafzimmer und dehnt.
Die häufigsten Auslöser sind unspektakulär: zu wenig getrunken, ein anstrengender Tag in den Beinen, lange in derselben Haltung gelegen. Auch eine Bettdecke, die stramm über die Füsse gespannt ist, kann den Fuss über Stunden in eine Streckung zwingen, in der die Wade verkürzt liegt. Genau daraus entsteht oft der Krampf.
Verspannte Schultern und ein steifer Nacken haben meist eine andere Ursache: die Matratze gibt an der Schulter nicht genug nach, oder das Kissen passt nicht zur Schlafposition. Seitenschläfer brauchen ein höheres Kissen als Rückenschläfer, sonst kippt der Kopf die ganze Nacht ab. Wer morgens mit dem gleichen Schmerz aufwacht, mit dem er eingeschlafen ist, sollte zuerst dort suchen.
Was hilft, bevor man an Präparate denkt: über den Tag genug trinken, abends die Waden kurz dehnen, die Bettdecke am Fussende locker lassen, und die Beine nicht dauerhaft überstreckt liegen lassen. Halten die Krämpfe an, treten sie sehr häufig auf oder kommen andere Beschwerden dazu, gehört das ärztlich abgeklärt, nicht im Bettenfachgeschäft.
Was wir beurteilen können, ist die Unterlage. Eine Matratze, die punktelastisch nachgibt, lässt Schulter und Hüfte einsinken und hält den Rest gerade. Naturfüllungen regulieren zusätzlich das Klima, sodass der Körper nachts weniger arbeitet. Wenn Sie morgens regelmässig verspannt aufwachen, ist das ein guter Grund, einmal Probe zu liegen.
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