2026-10-30
Hand aufs Herz: Wann hast du die Bettwäsche zuletzt gewechselt?
Von Marietta

Also: Wann hast du deine Bettwäsche zum letzten Mal gewechselt? Und jetzt bitte die wahre Antwort, nicht die, die du deiner Schwiegermutter geben würdest.
Stellt man diese Frage in einer gemütlichen Runde, reichen die Antworten garantiert von «jeden Sonntag, ist doch klar» bis zu einem sehr langen Schweigen und einem «Wieso, riecht man das?». Wir lassen das jetzt einfach mal so stehen.
Was so alles mit uns im Bett liegt
Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Bett, und in dieser Zeit lassen wir dort ziemlich viel zurück: Hautschüppchen, Haare, Feuchtigkeit, Reste von Creme, Make-up und Haarspray. Und weil wir nachts schwitzen, auch wenn wir es nicht merken, ist das Bett warm und ein bisschen feucht.
Das freut vor allem eine Gruppe: die Hausstaubmilben. Diese winzigen Mitbewohner sieht man nicht, sie lieben genau dieses Klima und ernähren sich von unseren Hautschuppen. Für Allergiker ist das kein Spass, für alle anderen zumindest kein schöner Gedanke vor dem Einschlafen.
Wie oft ist oft genug?
Eine feste Regel gibt es nicht, aber eine gute Faustregel. Der Kissenbezug darf jede Woche in die Wäsche, denn hier liegt das Gesicht, und hier landen Creme und Haare. Bettbezug und Laken alle ein bis zwei Wochen, im Sommer, bei einer Erkältung oder mit Haustier im Bett lieber öfter. Decke und Kissen selbst regelmässig auslüften und je nach Material reinigen lassen, bei Daunen am besten nach den Pflegehinweisen des Herstellers.
Bleibt die Matratze. Die passt nun wirklich nicht in die Waschmaschine, und genau dafür gibt es den Matratzenschoner: Er lässt sich waschen und schützt, was darunter liegt.
Das beste Gefühl der Woche
Und jetzt mal ganz unter uns: Gibt es etwas Schöneres, als abends in ein frisch bezogenes Bett zu steigen? Dieses kühle, glatte Gefühl auf der Haut, der Duft nach frischer Wäsche, alles fühlt sich nach Neuanfang an. Ich finde, das ist eines der günstigsten Luxuserlebnisse, die es gibt.
Kleiner Tipp: Leg dir zwei Garnituren pro Bett zu. Dann kannst du sofort neu beziehen, und die Ausrede «die andere ist noch in der Wäsche» zählt nicht mehr.
Frische Bettwäsche ist also weniger Pflicht aus Omas Haushaltsbuch als ein kleines Geschenk an dich selbst, so oft du kannst.
Und falls du beim Lesen gerade kurz rechnen musstest: Heute Abend wäre ein sehr guter Zeitpunkt.
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